Leitbild

 

Das Historische Museum–  Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt Bielefeld

Geht man durch Bielefeld, so stößt man unweigerlich auch heute noch auf zahlreiche ehemalige Fabrikgebäude, die sich wie ein Ring um die City legen. In einem der ältesten, der Ravensberger Spinnerei, befindet sich heute das Historische Museum. Es wurde 1994 als stadtgeschichtliches Museum mit einem industriegeschichtlichen Schwerpunkt eröffnet und hat mit seinen Aktivitäten  seitdem weit über eine halbe Millionen Besucher angezogen.

Das beliebte Luftbild – wo ist mein Haus?

Was aber erwartet die alteingesessenen Bielefelder, die  Neubürger oder die Touristen dort? Die einen stoßen zunächst einmal auf Altbekanntes, entdecken daran aber neue Aspekte, die sie oft zum Staunen bringen. („Hätt`ich echt nicht gedacht!“) Wussten Sie zum Beispiel, dass Bielefeld einmal ein Hauptstandort der deutsche LKW–Herstellung gewesen ist? Wussten Sie, dass die Stadt lange Jahre Residenzstadt der Grafen von Ravensberg war? Neubürger und Touristen staunen über die Bedeutung der Nähmaschinen- und Fahrradproduktion in Bielefeld. („Das kommt aus Bielefeld?!“)

Bielefeld hat eine fast 60 Jahre alte Radrennbahn.

Zahlreiche Marken, die man von früher noch kennt, verbinden sich plötzlich mit Bielefeld. Oder: Bielefeld war schon immer eine Stadt, in der Menschen (überwiegend) kamen und gingen. Integration von Neubürgern ist kein Phänomen unserer Zeit. Die modernste Bastion der Festung Sparrenburg wurde von einem „Gastarbeiter“, dem italienischen Baumeister Pasqualini, geplant. In den Bielefelder Fabriken arbeiteten schon im 19. Jahrhundert zahlreiche Zuwanderer, deren Nachkommen  sich heute als alte Bielefelder betrachten. Ihre Geschichten finden Sie bei uns wieder.

Sind Sie neugierig geworden? Das Museum kann Ihnen noch viele weitere Fragen beantworten. Wir freuen uns, wenn Sie das Haus in dem Gedanken verlassen, dass  Bielefeld eine unerwartet spannende Geschichte hat.

Aber was ist mit den Menschen, die das Museum vermeintlich bereits kennen? Warum sollten sie wiederkommen? Da gibt es zunächst einmal spannende Sonderausstellungen. Auf einer für ein Stadtmuseum ungewöhnlich großen Fläche befassen wir uns mit Stadt- und Kulturgeschichte. Wir blicken aber auch über den Tellerrand hinaus und widmen uns allgemeinen Themen, die das Leben in unserer heutigen Gesellschaft beeinflusst haben oder es noch tun.

Kinder und Jugendliche sind unsere Besucher von morgen. Für sie halten wir ein umfangreiches museumspädagogisches Programm bereit. Egal ob als Schulklasse, Jugendgruppe oder Kindergeburtstag, es findet sich für alle das richtige Angebot!

Nach 18 Jahren erfolgreicher Museumsarbeit ist es Zeit, über Änderungen in Auftritt, Präsentation und Besucheransprache des Museums nachzudenken. Neue Fragen und Herausforderungen sind aufzugreifen. Wie sieht das Publikum von morgen aus? Wie können wir unsere „Kunden“ besser an der Museumsarbeit beteiligen? Wie können wir gegenwärtige und sich für die Zukunft abzeichnende Tendenzen in der Entwicklung Bielefelds aus Sicht des Museums darstellen (Migration, Stadtentwicklung, demografischer Wandel)? Ihre Antworten auf diese Fragen sind uns wichtig, denn Sie sind es als Bürger, die die Geschichte Bielefelds schreiben. In einem personenbezogenen Ansatz möchten wir Ihnen die Gelegenheit geben, Ihre eigene  Geschichte ins Museum zu tragen. Dazu wollen wir uns in Zukunft moderner Medien wie Facebook oder Twitter bedienen, um so das Haus auch für neue Zielgruppen zu öffnen.

Das Historische Museum ist ein weltoffenes, besucherorientiertes modernes Geschichtsmuseum. Es ist mit seiner riesigen Sammlung zusammen mit dem Stadtarchiv das historische Gedächtnis der Stadt. Es trägt somit entscheidend zur Identität der Stadt bei und hilft deren Einwohnern, sich mit der bewegten Geschichte der ostwestfälischen Metropole auseinanderzusetzen und vertraut zu machen.

Das Ausstellen und Vermitteln nehmen unsere Besucher unmittelbar wahr. Daneben geschieht ein weiterer, ebenso wichtiger Teil der Museumsarbeit eher im Verborgenen. Die Rede ist vom Sammeln, vom Bewahren und vom Forschen. Immer wieder werden dem Museum interessante Objekte angeboten. Hier gilt es zunächst einmal eine kluge Auswahl zu treffen, um Wichtiges von weniger Wichtigem zu unterscheiden, denn nicht alles kann für die museale Arbeit aufbewahrt werden. Wichtig für das Museum sind zunächst einmal die Relikte der Bielefelder Stadtgeschichte. Aber auch Objekte, die einen wichtigen Einfluss auf unser heutiges Leben ausüben, aber nicht unbedingt Bielefelder Herkunft sind, gelangen in die Sammlung.

Forschung bedeutet für das Museum nicht nur das Verfassen von wissenschaftlichen Beiträgen. Einen weitaus umfangreicheren Teil der Forschungsarbeit macht das Inventarisieren aus. Alle Objekte, die ins Museum gelangen, sind zu beschreiben und in ihre historischen und funktionalen Zusammenhänge einzuordnen. Nur solche Objekte werden auch noch in 50 Jahren für die Museumsarbeit von Wert sein. Hierzu arbeitet das Museum mit einer digitalen Datenbank, die einen schnellen Zugriff auf die Objekte ermöglicht.

 

Veranstaltungskalender

« Mai 2017 » loading...
M D M D F S S
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
1
2
3
4

Sonderausstellung

Uli Stein – „Wow wau!“
28. Mai bis 17. September 2017

Museum Digital

Derzeit beteiligen sich 197 Museen an museum-digital, aus denen bereits über 15.000 Exponate präsentiert werden.
Das Historische Museum Bielefeld ist eines dieser Museen.


Historisches Museum Bielefeld

WO

Anfahrt

Historisches Museum, Ravensberger Park 2, 33607 Bielefeld,
Tel.: 0521/51-3630+-3635

Öffnungszeiten:
Mi - Fr 10-17 Uhr, Sa/So
11-18 Uhr, Mo/Di geschlossen